Künstlergespräch

Gonzalo Díaz

19.5.2016

Terras do sem fim, in der Fassung von Gonzalo Díaz, erinnert daran, dass die Wirklichkeit ihrer Darstellung Grenzen setzt – gerade dort, wo es um Gewalt geht. Diesseits der Horizontlinie liegt das packende Geschehen: das Waten im Kakaoschleim, der heimtückische Mord, der Wahlbetrug und die gekaufte Presse. Jenseits der Horizontline beginnt, was sich der Repräsentation entzieht, aber dennoch auf uns einwirkt: das Trauma der Geschichte.

Im Gespräch mit Roger M. Buergel legt Gonzalo Díaz die Stränge seiner Arbeit an Terras do sem fim dar.

Zuvor trifft sich die „Lesegruppe Dekolonisierung“ in der Bibliothek des Johann Jacobs Museums. Der Lesegruppe geht es um die Blicke auf Kolonialität und ihre Rückwirkungen auf das westliche Wissen. Zur Diskussion stehen an diesem Abend die Texte Orlando Fals Borda: Action and Knowledge und Olaf Kaltmeier: Methoden dekolonialisieren.
Die „Lesegruppe Dekolonisierung im JJM“ ist eine Zusammenarbeit des Johann Jacobs Museum mit dem Institute for Art Education der ZHdK. Interessierte sind willkommen, um Anmeldung wird gebeten.